Im Vergleich: Schweizer Internate zum deutschen Schulsystem

Gerade bei wohlhabenden Familien hat eine umfassende, schulische Bildung ihres Nachwuchses eine große Priorität. Deshalb schicken auch einige deutsche Eltern der gehobenen Schichten ihre Kinder auf Schweizer Internate. Hier sollen sie nicht nur schulische Höchstleistungen erbringen, die sie so in einer „klassischen“ deutschen Schule nicht erreicht hätten, sondern sich auch gesellschaftlich weiterentwickeln.

Auch wenn der Besuch eines Schweizer Internats oftmals zwischen 20.000 und 90.000 Euro pro Jahr kostet, steigen die Schülerzahlen stetig – aber was macht Schweizer Privatschulen so besonders im Vergleich zu einer deutschen Schule? Was sind die Unterschiede?

Der Unterricht: Schweizer Internat vs. deutsche Schule

Natürlich ist der Unterricht an einem Schweizer Internat nicht mit dem einer deutschen Schule zu vergleichen. Zwar mögen vielleicht die Inhalte des regulären Unterrichts ähnlich bis identisch sein, jedoch gibt es diverse Unterschiede in der akademischen Förderung. Je nach Internat in der Schweiz sind beispielsweise die Klassen in ihrer Größe viel kleiner; dadurch können die Lehrer viel besser auf ihre Schützlinge eingehen und diese nachhaltig fördern. Zudem findet der Unterricht an einigen Schweizer Internaten auch nicht unbedingt auf deutsch statt – je nach Muttersprache und gewählten Schulabschluss kann die Unterrichtssprache französisch, englisch oder auch italienisch sein. Apropos Schulabschluss: Während an deutschen Schulen stets der gleiche Abschluss absolviert wird, stehen an Schweizer Internaten diverse international anerkannte Abschlüsse zur Wahl: die Schweizer Matura, das Deutsches Abitur, die Maturitá Italiana, das International Baccalaureate, das French Baccalaureat, die Britischen A- Levels oder auch das Amerikanische High School Diploma. Neben den Unterrichtsfächern werden die Schülerinnen und Schüler an Schweizer Internaten zudem kulturell, künstlerisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich gefördert. Meist am Nachmittag stehen Kurse zur Wahl. Zudem stehen betreute Lerngruppen zur Verfügung.

Die Werte: Schweizer Internat vs. deutsche Schule

Schweizer Internate haben meist eine sehr lange Tradition, auf die diese sich berufen – Fair Play, persönliche Anstrengung, Leistung, Engagement, Höflichkeit und Disziplin. Die Internate in der Schweiz sind dadurch strenger aufgestellt als deutsche Schulen.

Das Auswahlverfahren: Schweizer Internat vs. deutsche Schule

Auf die öffentlichen, deutschen Schulen kann theoretisch jeder Schüler gehen, der die nötigen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt – sprich den richtigen Notendurchschnitt zum Beispiel für das Gymnasium hat. Der Aufnahmeprozess an Schweizer Internaten ist meist etwas aufwendiger. Hier erfolgt meist erst ein Schulbesuch inklusive persönlicher Beratung. Darauf folgt das ausfüllen das Anmeldeformulars, ein Interview sowie ein Einstufungstest. Erst danach wird entschieden, ob der Schüler beziehungsweise die Schülerin das Internat in der Schweiz besuchen darf.

Die Schuluniform: Schweizer Internat vs. deutsche Schule

An deutschen Schulen gibt es keine Schuluniform, hier können die Schülerinnen und Schüler – mit gewissen Regeln – normalerweise tragen, was sie möchten. An vielen Schweizer Internaten gehören Schuluniformen mit dazu. Ist das nicht der Fall, ist meist ein einheitlicher Kleidungsstil vorgegeben, an den sich die Internatsschüler halten müssen.

Der Alltag: Schweizer Internat vs. deutsche Schule

Das alltägliche Leben an Schweizer Internaten ist perfekt durchgetaktet. Am Vormittag und frühen Nachmittag findet meist der Unterricht statt, am späteren Nachmittag dann Studienzeiten sowie Sport- und Kunstkurse, an denen die Schüler teilnehmen können. Auch die Mahlzeiten sind fest geplant und werden stets zusammen eingenommen. Natürlich leben die Schülerinnen und Schüler auch zusammen in einer Unterkunft – je nach Alter und Jahrgang in Mehrbett- oder auch Doppel- wie Einzelzimmern.

Die Schuluniform: Schweizer Internat vs. deutsche Schule

Während die öffentlichen Schulen in Deutschland kostenfrei sind, werden an Internat Schweiz Programmen hohe Schulkosten aufgerufen, die zwischen 20.000 und 90.000 Euro pro Jahr liegen. Dabei kostet meist auch die Vermittlung inklusive Beratung ihr Geld.

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